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Eine Interactive Novel für das Dokumentationszentrum


Die Interactive Novel Behind the Scenes - Nuremberg'34 wurde auf der Grundlage von historischen Dokumenten, Zeitzeugeninterviews und medialen Überlieferungen in Zusammenarbeit mit einem interdisziplinären Team aus Wissenschaftler*innen, Entwickler*innen und Künstler*innen in einer dreijährigen Entwicklungszeit realisiert.
Der Erzählduktus und die ästhetische Umsetzung sind dabei von Graphic Novels inspiriert. In digitalen und interaktiven Spielszenen können User*innen das Ereignis des Reichsparteitags 1934 mit Hilfe von In-Game-Characters aus unterschiedlichen Perspektiven und durch individuelle Schilderungen explorativ erfahren.

Innovative Vermittlung trifft auf historische Bildungsarbeit


Als digitales Vermittlungsformat stellt die Interactive Novel Behind the Scenes - Nuremberg '34 einen zentralen Baustein innerhalb der künftigen Neukonzeption des Dokumentationszentrums dar und fungiert gleichermaßen als Bindeglied zwischen etablierten Formaten historisch-politischer Bildungsarbeit und kreativ-technischem Innovationspotenzial.
Die einzelnen Handlungsstränge beginnen in der Gegenwart und führen über Rückblenden in die Vergangengenheit. Die User*innen haben die Möglichkeit das historische Ereignis individuell wahrzunehmen und unterschiedliche Erlebnisperspektiven kennenzulernen.
Neben den einzelnen Handlungssträngen haben die Spieler*innen zudem über sogenannte „Ding-Geschichten“ Zugriff auf originale Tondokumente, Filmclips, Zeitungsausschnitte und spannende Hintergrundinformationen.
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Digitale Erinnerungskultur
für ein junges Publikum


Als neuer und gegenwartsbezogener Zugang zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus kann Behind the Scenes - Nuremberg'34 künftig zur gesellschaftspolitischen Positionierung des stark medial geprägten jungen und internationalen Publikums beitragen.

Die erste Anwenderversion kann bald als Teil des pädagogischen Programms im Dokumentationszentrum in Nürnberg ausprobiert werden. Nähere Informationen folgen hier in Kürze.

Das Projekt ist Teil des Förderprogramms digital//memory der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ)“.
Durch eine Förderung der Stiftung zur Förderung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände konnten die einzelnen Perspektiven weiter ausgebaut werden.

Über wen möchtest Du mehr erfahren?


Das sind Marlene, Fred und Hugo. Ihre Geschichten beruhen auf Briefen, Aussagen sowie weiteren historischen Quellen. Alle drei haben 1934 den Reichsparteitag in Nürnberg erlebt. Die Reichsparteitage waren die größten Propagandaveranstaltungen der Nationalsozialisten und dienten vor allem der Selbstdarstellung der NSDAP gegenüber dem deutschen Volk und dem Ausland. Sie fanden von 1933-1938 jährlich Anfang September in Nürnberg statt.

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Behind the Scenes - FRED
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MARLENE

FRED

HUGO


„Ich bin Marlene, 43 Jahre alt aus Eberbach. Zusammen mit meinem Mann Friedrich, der Reichsbahnoberinspektor ist, bin ich nach Nürnberg zum Reichsparteitag 1934 gefahren – ich als Besucherin und mein Mann wird bei dem großen Aufmarsch der politischen Organisationen am Zeppelinfeld dabei sein. Ich freue mich schon so sehr.“

„Hallo. Ich bin Fred. Ich bin 11 Jahre alt, aber bald werde ich 12. Ich wohne in Nürnberg, in der Krelingstraße. Das ist in der Nordstadt, direkt hinter der Burg. Ich male gern und habe einen Kater, der Lux heißt. Vielleicht gehe ich morgen heimlich mit ein paar Freunden zum Reichsparteitagsgelände. Das darf Papa aber nicht rausfinden!“

„Ich heiße Hugo Koch, bin 36 Jahre alt und komme aus Oppeln, das ist in Oberschlesien. Bis vor fünf Jahren hatte ich als Maurer einen eigenen kleinen Betrieb. Vor zwei Jahren bin ich der SA beigetreten und habe mich schon zum Obertruppführer hochgearbeitet. Wir bereiten gerade alles für unsere Fahrt nach Nürnberg vor.“

„Mir ist wichtig, dass man den Figuren alles abnimmt. Gestik und Haltung, die sollen locker und trotzdem ernst rüberkommen.“

Hamed Eshrat, Comic-Zeichner

„Der Kniff ist, dass wir die Ereignisse nicht nur aus einer Perspektive erzählen, sondern auch aus den Augen vieler Beteiligter. Wir erzählen damit nicht eine alleingültige Wahrheit, sondern schildern authentische Erfahrungen.“
Dr. Patrick Ruckdeschel, Zockrates Labs

„Das Pilotprojekt verbindet den Tech-Bereich mit der Gedenkstättenarbeit, in der das Spiel entwickelt und eingesetzt wird. Es ist ein Bindeglied zwischen etablierten Formaten der historisch-politischen Bildung und kreativ-technischem Innovationspotenzial.“
Stiftung evz. Erinnerung Verantwortung Zukunft

TEAM

Projektleitung

Sebastian Tröger
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg

Zeichnung und visuelle Konzeption

Hamed Eshrat

Technische Umsetzung

Dr. Patrick Ruckdeschel
Max Geyer
Fabio Krapohl
Zockrates Laboratories UG

Geschichtsdidaktische Betreuung

Lehrstuhl Didaktik der Geschichte,
FAU Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Charlotte Bühl-Gramer
Nadja Bennewitz
Dr. Gesa Büchert

Medienpädagogische Konzeption

Dr. Patrick Ruckdeschel

Audiobearbeitung und technische Betreuung

Dolby Germany GmbH, Nürnberg
Andreas Ehret
Thomas Ziegler

Creative Direction

Eva Beham

Übersetzung

Anna Steward

Drehbuch

Sebastian Tröger

Website

Eva Beham
Tim Hufnagl

Audioproduktion, Mix- und Mastering

Max Geyer
Sebastian Tröger

Komposition und Audioproduktion

Robert Stephan
Philip Tröger

Wissenschaftliche Recherche und Textbeiträge

Stefan Arndt
Daniela Harbeck-Barthel
Maximilian Jung
Nina Lutz
Dominik Reeg
Melanie Wager

Digitale Reproduktion

Tim Hufnagl

Evaluation

Lehrstuhl Didaktik der Geschichte,
FAU Erlangen-Nürnberg
Abyan Nur

Design und technische Umsetzung Medienstation

Wucholtzky GmbH

Sprecherinnen und Sprecher

Eva, Matilda und Oskar Beham
Elise und Lorenz Christmeier
Saad El Hajjar
Marie Feist
Max Geyer
Tim Hufnagl
Thomas Maier
Karen Otto
Dan Reeder
Jonathan und Josia Schramm
Anna Steward
Isabel, Lothar und Philip Tröger

Danke an alle Beteiligten!